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Nur noch 2 Monate bis zur Abreise!

von Uwe Meißner

Die Vorbereitungen sind in ihre finale Phase getreten.

Was bisher getan/erreicht wurde:

Das Fahrrad ist in einer der fünf besten Berliner Werkstätten professionell und preiswert zusammengebaut worden. - Vielen Dank noch mal, Jungens! Dachte ich anfangs, ein Fahrrad der Marke "Stadler" (also von der Stange), ein bißchen hochfrisiert und umgebaut, täte es, habe ich mich durch kompetente Beratung und allmähliche Einsicht zu einer mittleren Preislage hochgearbeitet: Stabilität, gute Fahrbar- und Reparierbarkeit galten als oberste Prinzipien. So verfüge ich nur über einen Alfine-Zahnkranz vorn - schließlich quere ich nur den Ural; dafür reicht die 9er-Kassette hinten. Auch wenn die Jungs von der Fahrradwerkstatt über mich schmunzeln mögen: Ich brauch auch keinen "unkaputtbaren" Nabendynamo, der nur alle 5000 km in ein Ölbad gehängt zu werden braucht... Ein Laufraddynamo, den ich wenigstens reparieren kann, tut's auch, zumal ich im Dunkeln nicht zu fahren beabsichtige.

Eine erste Probetour, bei der ich auch das stabil aussehende tarnfarbene Tatonka Narvik 2 -Zelt ausprobieren wollte, liegt hinter mir. Allerdings sanken die Temperaturen im Spätherbst in Westpolen unter Null, und da mein Kumpel keinen so guten Schlafsack wie ich hatte, verzichteten wir aufs Zelten.

Trekkingkleidung, die technische Ausrüstung mit Speicherchips für die Fotos und Videoclips ist vorhanden. Schließlich ist es ein zu großes Risiko, die gesammelten Daten unabgeladen permanent mit sich rumzuschleppen. Dafür will ich ja in den Großstädten Internetcafés aufsuchen. In ihnen werde ich auch die Nachrichten und Blogs für die Partnermedien und für EUCH erstellen und auf die website laden. 

Von der Ausrüstung fehlt mir nur noch ein guter Kocher. Da ich aber noch nicht in Erfahrung gebracht habe, welche Gaskartuschen in Rußland üblich sind, steht das noch aus.

Einen Partner für die Visabeschaffung zu finden hat mir im letzten Jahr das meiste Kopfzerbrechen bereitet. Nach drei Monaten hätte ich für drei Monate das Land verlassen müssen. Danach hätte ich (selbst mit Jahresvisum) wieder für drei Monate ins Land gedurft. - Für mich nicht anwendbar, da 12 0dre 13000 km nicht in drei Monaten zu bewältigen sind. Bei 80 km täglich braucht man ein halbes Jahr. Aber weder die gestreßt wirkende russische Botschaft noch die meisten der in Berlin existenten russischen Reisebüros konnten mir weiterhelfen. Deutsch-russische oder russisch-deutsche Organisationen haben auf mein Anliegen, mich bei der Beschaffung eines durchgängigen Visums zu unterstützen, nicht mal reagiert.

Zum Glück sind aber nicht nur Bürokraten im Zuge der Perestroika aus der Sojus nach Deutschland gekommen. Eine clevere Touristenorganisation, die vor dem Leben nicht zurückschreckt, habe ich gefunden. Allerdings mußte ich erst unter Beweis stellen, daß ich "dazu gehöre": ohne russische Sprachkenntnisse hätte mich Irina wohl abgewiesen...

Zur Zeit bemühe ich mich Medienkontakt herzustellen. Fernsehen, Radio, Verlage, auch anschließende Vorträge - man darf nichts unversucht lassen, will man seine Mission ins Land tragen...

Während ich bei den Vorträgen (Dia/Tonshow heißt wohl der Termini) schon im letzten Jahr bei verschiedenen Veranstaltern Interesse gespürt habe, muß ich abwarten, wie sich die Medien verhalten. Immerhin haben schon einige Verlage Interesse bekundet, und etwas Handfestes ist auch schon dabei. Ich werde kurz vor meiner Abreise EUCH noch einmal konkret über den Stand der Dinge in Kenntnis setzen. Wie für alle Unternehmungen so gilt auch für meine: Vorschußlorbeeren gibt es nicht. Erst kommt die Leistung...

Was noch vor mir liegt:

Der allgemeine Gesundheitscheck (allgemein, Zahnarzt, Vorsorgespritzen) läuft. Versicherungen müssen noch abgeschlossen (Auslandskranken- und Hausratversicherung) oder gekündigt (Telefon/Internetflat) werden. Weiß ich, was mein Untermieter in der Zeit meiner Abwesenheit in meiner Wohnung verbockt? Immerhin werden so teilweise die laufenden Kosten für die Miete gedeckt. Das Auto will meine Tochter zum Selbstkostenpreis mit Versicherungen übernehmen. Geb's Gott, daß ich hinterher nicht höhergestuft bin!

Das Geld für die Reise - ich rechne mit 10 - 15 Euro Tagesverbrauch (insgesamt 3000 - 4000 Euro) - ist gespart, jetzt muß ich noch die Rücklagen (die gleiche Summe) erwirtschaften. Schließlich will ich nach meiner Rückkehr nicht vor versiegelter Tür stehen. - In diesem Sinne: Es gibt noch viel zu tun. Auf, auf... bis bald!

Euer Uwe Meißner   

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